Man kennt niemanden. Und plötzlich gehört man dazu.

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Der erste Ausbildungstag fühlt sich bei fast allen gleich an. Man erinnert sich an die Aufregung auf der Autofahrt. An die Frage, ob man wohl die richtigen Schuhe angezogen hat. An den Moment, in dem sich die Tür öffnet und plötzlich alles neu ist. Neue Gesichter, neue Namen und ein neuer Lebensabschnitt.

Genau deshalb beginnt die Ausbildung beim DRK-Kreisverband Stade nicht mit einem Dienstplan oder einer langen Präsentation. Sie beginnt mit Zeit füreinander.

Am 1. August trafen sich die neuen Auszubildenden im Tagungshaus des Deutschen Roten Kreuzes. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Einige werden künftig im Rettungsdienst arbeiten, andere in der Pflege, der Heilerziehungspflege, im Büromanagement oder in der IT. Die meisten kennen sich nicht. Noch nicht. Das soll sich ändern.

Beim gemeinsamen Frühstück werden erste Namen ausgetauscht. Wenig später wird gebaut, gerätselt, gelacht und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Nicht, weil es an diesem Tag darum geht, Aufgaben möglichst schnell zu lösen. Sondern weil man Menschen am besten kennenlernt, wenn man gemeinsam etwas erlebt. Genau deshalb stehen kleine Challenges, eine Rallye und das Miteinander im Mittelpunkt dieses Tages.

Viele der neuen Auszubildenden entdecken dabei noch etwas anderes. Das Deutsche Rote Kreuz im Landkreis Stade ist viel größer, als sie es sich vorgestellt haben. Natürlich kennt jeder den Rettungswagen. Viele kennen auch eine Kita oder eine Pflegeeinrichtung. Doch hinter dem DRK steckt weit mehr. Mit rund 1.900 Mitarbeitenden in 77 Einrichtungen gehören unter anderem die Behindertenhilfe, das Therapiezentrum, die Verwaltung und viele weitere Angebote dazu. Erst an diesem Tag wird vielen bewusst, wie vielfältig das Deutsche Rote Kreuz tatsächlich ist und dass all diese Bereiche miteinander verbunden sind.

Auch Geschäftsführer Kai Schulz nimmt sich bewusst Zeit für die neuen Auszubildenden. Nicht, um lange Reden zu halten. Sondern um ihnen mitzugeben, dass niemand vom ersten Tag an alles können muss. Fragen stellen, neugierig bleiben und auch einmal über den eigenen Bereich hinausblicken. Genau das gehört für ihn zu einem guten Start ins Berufsleben. Denn eine Ausbildung besteht nicht nur aus Berufsschule, Prüfungen und dem Arbeitsalltag. Sie lebt von den Menschen, die einen auf diesem Weg begleiten. Von Kolleginnen und Kollegen, die ihr Wissen weitergeben. Von Begegnungen, die bleiben. Und manchmal entstehen genau daraus Freundschaften, die weit über die Ausbildungzeit hinausreichen.

Nicht jeder weiß nach der Schule sofort, welcher Beruf der richtige ist. Auch dafür gibt es beim DRK gute Möglichkeiten. Ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst bieten die Chance, verschiedene Arbeitsbereiche kennenzulernen, Erfahrungen zu sammeln und den eigenen Weg in Ruhe zu finden. Viele Auszubildende haben genau dort ihren ersten Kontakt mit dem DRK gehabt und anschließend den Entschluss gefasst, zu bleiben.

Vielleicht erinnern sich die neuen Auszubildenden in ein paar Jahren nicht mehr daran, welche Aufgabe sie bei der Azubi-Challenge gelöst haben. Vielleicht wissen sie auch nicht mehr, wer beim Frühstück direkt neben ihnen saß. Aber wahrscheinlich erinnern sie sich an dieses Gefühl. An den Moment, in dem aus vielen unbekannten Gesichtern plötzlich Kolleginnen und Kollegen wurden. Und manchmal beginnt genau so ein Berufsleben, das bleibt.

Deutsches Rotes Kreuz

www.mehr-als-blaulicht.de
www.drk-berufe.de
DRK Kreisverband Stade e. V.
drk_kreisverband_stade
@DRK-KreisverbandStade

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