Foto: Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum

Saisoneröffnung im Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum

Große Freude herrscht im Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum in Wischhafen: Das alte Speicherhaus am Deich kann am Samstag, dem 17. April 2021, wieder seine Tür öffnen.  Drei Sonderausstellungen bringen frischen Wind in das historische Gebäude: Am spektakulärsten ist sicherlich das 6,75 Meter lange Schlepptank-Modell der Reederei Heinz Corleis, welches in einer einzigartigen Aktion mit einem Kran in die erste Etage des Museums gehievt wurde.Den Schiffen DELFIN und CAPELLA drohte aufgrund ihres Alters der Verlust der finnischen Eisklasse. So ließ die Reederei in der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt einen  erneuten Eistest durchführen, um zu beweisen, dass die Schiffe noch den heutigen Ansprüchen genügen – und beide Schiffe haben das gewünschte Zertifikat erhalten. Darauf wurde das Modell sowie alle Unterlagen und Fotos dem Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum übergeben und die Besucher haben nun Gelegenheit, das Entstehen dieser Ausstellung „Testfahrt im Eis – Modellversuch im Eisbecken“ mitzuerleben.

Ein weiteres Highlight sind die „Küstenbilder“ des Schleswig-Holsteiner Künstlers Dieter Tautz, dessen Technik des Farbholzschnittes in besonderer Form Motive von Elbe, Marsch und Nordseeküste zum Ausdruck bringt.

Die dritte Ausstellung trägt den Namen „Wiedergefunden – Wilhelmine Oltmann“ und erzählt die Geschichte des Schiffes der  Reederei Theodor Oltmann aus Dornbusch, das in den 1950er Jahren auf der Stader Schiffwerft gebaut wurde.

Jan Rautawaara, ein finnisches Mitglied des Museums-Vereins, hatte 2020 das Schiff, das in Finnland seit 11 Jahren aufgelag, von der Witwe des letzten Besitzers gekauft, um es nach einer Überholung als „Wilhelmine“ in der finnischen Sandfahrt einzusetzen. Neben einem einem Originalplan dieses Schiffes gibt es auch umfangreiche Unterlagen und Fotos, die die Reisen der früheren Wilhelmine Oltmann dokumentieren.

Doch die maritime Entdeckungstour im Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum endet nicht innerhalb der Museumsmauern: Im historischen Hafen liegt noch das Küstenmotorschiff Iris-Jörg (Baujahr 1956), das von den ehrenamtlichen Mitglieder des Museumsvereins mit viel Liebe und Engagement restauriert wird. Überragt wird das Hafenareal seit dem letzten Jahr vom Nachbau des ehemaligen Ladeturmes, der die Verbindung von den Schiffen zur alten Getreidemühle, in der heute das Museum residiert, darstellte.

Museum geöffnet.:
Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10.00 – 12.00 u. 13.00 – 18.00 Uhr

Special in der Hauptsaison Juni bis September: Geöffnet täglich außer Montag!