Drei Studierende der PFH Stade förderten mit einer Umfrage überraschende Erkenntnisse zu Tage. Die Befragten sagten ihnen, warum sie in die Stader Innenstadt kommen und was sie sich vor allem wünschen.
Insgesamt nahmen 2000 Menschen teil. Die Betriebswirtschaftsstudenten Kathrin Meyer aus Ahrenswohlde, Selahattin Kursun aus Stade und Sebastian Domke aus Düdenbüttel interviewten aber auch Unternehmer aus der Innenstadt. So ergab die Umfrage ein noch runderes Bild. Insbesondere nahmen die Studierenden die Altersgruppe 16 bis 40 Jahre in den Blick.
Warum sie in die Innenstadt gehen
Wer in die Innenstadt geht, hat Besonderes vor. Wenn es kein Termin ist, steht der Kauf von Geschenken ganz oben auf der Liste. Ebenfalls wichtig sind Shoppen gehen, Freunde treffen und Kleidung kaufen. Besondere Aktivitäten und Angebote in den Geschäften würden dazu führen, häufiger in die Innenstadt zu kommen. Der größte Anreiz für einen Besuch: Bars und Restaurants, gefolgt von Kino und Bowling.
Warum vor Ort eingekauft wird
Besonders die jüngste Zielgruppe, also die erwachsene Kundschaft von morgen, bevorzugt den Einkauf vor Ort. Vor allem bei Lebensmitteln, Arzneien und Kosmetika schätzen sie die sofortige Verfügbarkeit und die Möglichkeit, Produkte ausprobieren zu können. Die jungen Kunden freuen sich, wenn sie freundlich behandelt und gewertschätzt werden.
Wie der Innenstadt-Mix gesehen wird
Eine ausgewogene Mischung aus Filialisten und inhabergeführten Geschäften steht bei den Befragten ganz hoch im Kurs. Eine Hälfte der Befragten nennt als Lieblingsgeschäfte H&M, Thalia, Rossmann und TKMaxx, die andere Hälfte erfreut sich an kleinen Geschäften, die nicht zu einer Kette gehören, darunter Cafés und Eiscafés. Es wurden auch Wunschkandidaten genannt, zu denen Zara, Starbucks und auch Unverpackt-Läden gehören.
Was sich die Befragten wünschen
Stichwort Aufenthaltsqualität: Viele wünschen sich mehr Sitzgelegenheiten, mehr Grün, mehr Spiel- und Freizeitflächen und eine bessere Gestaltung vorhandener Angebote wie dem Ankerplatz. Wichtig ist ihnen auch Sicherheit, Sauberkeit und Barrierefreiheit. Zum Thema Sicherheit/Unsicherheit haben viele der Befragten ihre Meinung gesagt, auch wenn sie danach gar nicht ausdrücklich befragt wurden.
Was Innenstadtbesucher mögen
Besonderer Anlaufpunkt ist seit einigen Monaten der Pop-Up-Store in der Hökerstraße (ehemals La Tienda), der vom Stadtmarketing und der Wirtschaftsförderung auf die Beine gestellt wird. Bei jungen Menschen kommen Mitmachaktionen gut an. Die gibt es zum Beispiel bei: Shell’s Concept Store, die Drogerie und Butterbrot und Blattgold. Hier fällt Engagement auf fruchtbaren Boden.
Was sich Innenstadtbesucher wünschen
Veranstaltungen sollen sichtbarer, häufiger und auch in den Wintermonaten stattfinden, wünschen sich viele Befragte. Dabei steht der Wunsch nach Musik und Kultur obenan. Zudem erwarten die Befragten mehr Angebote für Jugendliche, kindgerechte Infrastruktur für Familien und insgesamt eine lebendige Innenstadt.
Die Umfrage
Die Umfrage wurde im Rahmen einer Projektarbeit von Studierenden der PFH Private Schule Göttingen – Hansecampus Stade – durchgeführt. Den Anstoß gab Stade aktuell-Vorsitzender Amir Afschartabbar, der bei Peggy Reppening vom Hansecampus, Dr. Andreas Schäfer von der Stade Marketing und Tourismus-GmbH und Christine Plath vom Citymanagement auf offene Ohren stieß.
Nach mehreren vorbereitenden Treffen legten die Studierenden los. Zur Bewerbung der Umfrage sorgten die drei von der PFH für eine Verbreitung an den Schulen, verteilten Flyer und teilten ihr Anliegen per social media mit.
An die 2000 Personen nahmen an der Umfrage teil. „Damit liegt eine aktuelle statistische Erhebung vor, warum Menschen in die Stadt kommen und was sie sich wünschen“, sagt Afschartabbar.
