Neukloster-Forst-Ilseteich © SMTG

Lieblingsplätze und -aktivitäten in und um Stade

Hinaus in die Natur rund um Stade: Ob bei strahlendem Sonnenschein oder dick eingepackt bei kühleren Temperaturen, es gibt kaum etwas Schöneres, als die Freizeit draußen zu verbringen. Von schwarzen Bergen, „rüstjen“ und „neuklösterlichen“ Forsten bis hin zu Seenlandschaften – Stade und die Region haben allerhand Ausflugstipps in der Natur zu bieten.

Lieblingsplatz Schwarzer Berg: 

Von verwunschenem Bergparadies und grünem Tal – Eine Eroberung des Schwarzen Berges

Es geht auch hoch hinaus in der Hansestadt! Ganze 35,5 Meter erhebt sich der Schwarze Berg nahe des Stader Elbe – Klinikums über das saftige Schwingetal. Die Geest-
hügel sind Zeitzeugen aus der Eiszeit und die höchsten Erhebungen in Stade. Funde aus der Steinzeit und der römischen Kaiserzeit belegen die frühe Besiedlung des Schwarzen Berges. Früher gab es hier Türme und Bunker und während des zweiten Weltkrieges eine Flugwache und einen Gefechtsstand. Heute präsentiert er sich als kleines Bergparadies für Entdecker.

Mit jedem Schritt auf den Berg kommt man dem Himmel ein Stück näher und steht mitten im Märchenwald aus Eichen und Buchen. Die Jahrhunderte alten Bäume neigen sich standhaft im Wind. Für die ganze Familie bietet der kleine Berg eine Schatzkiste an Entdeckungsmöglichkeiten. Mitten im Wald überrascht plötzlich ein 50 Meter breiter Erdfall. Ganz natürlich entstanden ist dieser Krater durch Salzauswaschungen in der Tiefe. Von den Bauten der Geschichte sind nur noch kleine Hinweise übrig: So stand hier früher im Hochmittelalter eine Burg, von der auf der Bergkuppe nur noch Teile der ehemaligen Befestigung des Walles zu erahnen sind. Efeu erklimmt die hohen Bäume, starke Baumwurzeln zeigen dem Entdecker, wie klein man eigentlich selbst ist. Umgefallene Hölzer und Äste formen einen Hindernisparcours oder laden zum Zeltbau ein. Kinder können am Baumstammringen viele Jahre ablesen. Der Berg ist ein Erlebnisort für Jogger, Wanderer, Biker, die Bergpisten hinuntersausen, für kleine und große Entdecker, für Naturliebhaber zum Kraft tanken. Ein Netz aus kleinen Wanderwegen schlängelt sich über den Berg und seine Umgebung. Ein waldiges Naherholungsgebiet ganz dicht am Herzen der Stadt.

Lieblingsplatz Rüstjer Forst: 

Von grünem Forst und Feerner Moor – Ein Wandertag durch den Rüstjer Forst

Ein schöner Wald zum Wandern ist auch der Rüstjer Forst. Mit dem Auto von Stade aus kommend Richtung Harsefeld nimmt man den Abzweig Richtung Helmste, die Wanderung kann beginnen. Die Wege im Wald sind gut ausgebaut, vernetzt und bieten viele Möglichkeiten kreuz und quer zu laufen. Der Rüstjer Forst ist aus drei voll funktionierenden Höfen entstanden. Ab 1840 wurde Rüstje systematisch und gezielt aufgeforstet.

Heute ist Rüstje Sitz der Revierförsterei und untersteht dem Forstamt Harsefeld. Der Forst grenzt ans Feerner Moor, ein Naturschutzgebiet, das nicht begehbar ist. Aber auch die Betrachtung von außen lohnt sich, denn durch umfassende Maßnahmen der Wiedervernässung entwickelte sich ein lebendes Hochmoor mit seinen typischen Pflanzen und Tieren, selbst Kraniche haben hier ihren Lebensraum. Insgesamt hat das Gebiet derzeit eine sehr hohe Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Linker Hand läuft man auf die Ortschaft Dollern zu. Durch den Wald geht es dann zurück zum Ausgangspunkt.

Lieblingsplatz Neukloster Forst:

Von 200 Jahre alten Buchen und verwunschenen Forst –  Ein Spaziergang im Naturschutzgebiet Neuklosterholz

Abwechslungsreiche Wanderstrecken bieten unterschiedlichste Routen durch den Wald „Neuklosterholz“. Die Anfahrt erfolgt mit der S-Bahn nach Neukloster oder mit dem Auto aus Stade kommend über die A26 oder B 73 Richtung Neukloster. Startpunkt ist der dortige Pfingstmarktplatz. Insgesamt führen 40 Kilometer Wanderwege durch den weitläufigen und sehr abwechslungsreichen Forst.  Denn neben dem Wald bereichern Gewässer und Auen das Gebiet. Der Neukloster Forst ist ein Buchenwald mit bis zu 200 Jahre alten Bäumen, er beherbergt den größten naturnahen Buchenbestand auf der Geest zwischen Elbe und Weser. Ursprünglich durch das namensgebende Kloster genutzt, beheimatet er heute zum Teil seltene Tier- und Pflanzenarten. Ein Ort zum Frische-Luft-Tanken und Kraft schöpfen. Durch den Reichtum an Lebensräumen gibt es eine enorme Artenvielfalt im Wald. Rehe, Spechte, Eichhörnchen und zahlreiche Vogelarten überraschen auf dem Spaziergang. 

Eine Rundtour kann man beispielsweise auf der nordwestlichen Seite des Forstes zwischen Neukloster, Hedendorf und zurück über den Neukloster Forstweg unternehmen: Nachdem man den Soldatenfriedhof und das Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege passiert hat, führt der Weg zu den Neukloster Seen, die bis heute der Fischzucht dienen. Mehrere Großsteingräber, Grabhügel, Gedenkstätten sowie Spuren mittelalterlicher Wege und Wallanlagen machen das Waldgebiet auch archäologisch und historisch bedeutsam.  Die prächtigen Bäume spiegeln sich im Wasser der Teiche. Nach den ersten beiden Seen steigt der Weg an und wendet sich in Richtung des größten Sees. Man bleibt im Wald und läuft Richtung Hedendorf. Ein weiteres Kriegerdenkmal liegt auf dem Weg, hinter dem Sportplatz durchquert man das wasserdurchzogene Tal des Mühlenbachs. Der Wald ist hier verwunschen. Immer weiter führt der Weg bis man auf den Neukloster Forstweg trifft. Linker Hand führt der Weg zurück gen Pfingstmarktplatz.

Lieblingsplatz Hammaher See:

Von Pflanzen und Tieren im wasserreichen Naturschutzgebiet – Auf dem Botterstieg zum Hammaher See

Das 29 Hektar große Naturschutzgebiet ist ein künstliches Gewässer, es entstand in den 1980er Jahren, als dort Sand für eine Eindeichung entnommen wurde. Später wurde das Loch teilweise aufgefüllt und in der künstlichen Senke bildete sich ein Flachgewässer, das ab 1982 geschützt wurde. So ist bis heute eine naturnahen Landschaft als vielfältiger Lebensraum für die Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren der Stillgewässer und Uferzonen entstanden, auch als Brutbiotop für Enten, Rallen und verschiedene Gastvögel.

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Eine kurzweilige Möglichkeit zum Erkunden bietet zum Beispiel ein Spaziergang um den See von nur knapp 3 Kilometern. Parkmöglichkeiten gibt es direkt am Naturschutzgebiet (Zum Rugenbarg, Am Steinacker), sodass man von dort aus direkt in den Rundweg starten kann. Wer eine längere Strecke wandern möchte, kann von Haddorf nach Hammah wandern: Als Startpunkt der Wanderung bietet sich der Botterstieg in Haddorf an (Haddorfer Hauptstraße, Ecke Botterstieg). Von hier gelangt man durch die Hammaher Feldmark zum See. Am See befindet sich ein sehr schöner Steg, der zu einem kleinen Picknick einlädt. Im Anschluss wandert man gestärkt weiter um den See, um dann den Rückweg nach Haddorf anzutreten. Der Botterstieg ist mit einem kleinen Rasthäuschen und Bänken ausgestattet, sodass man auch hier eine kleine Pause einlegen kann auf der Rundtour von ca. 9  Kilometern. Wem das noch nicht ausreicht, kann die Wanderung schon in Hahle beginnen und hat 12 Kilometer vor sich. Das Gebiet eignet sich auch hervorragend für eine Radtour. Startpunkt könnte beispielsweise der Horstsee sein (Horststraße). Entsprechend der ausgeschilderten Mühlenroute fährt man bis zum Brunnenweg. Statt den See zu umrunden, kann man auf halber Rundstrecke abbiegen Richtung Groß Sterneberg und zurück über Schölisch zum Ausgangspunkt, eine Tour von ca. 19,5 Kilometern.