Tina Grüning – Betreiberin vom gleichnamigen Café am Pferdemarkt

Anker lichten & weitersegeln

Gemeinsam aus dem Lockdown

Sie sind die Mutmacher Stades und stehen für viele weitere, die in der Pandemie auch eine Chance sehen, nicht Trübsal blasen und schon gar nicht den Kopf in den Sand stecken: Michelle Neugebauer, Swen Fahrenkrug, Angela („Angie“) Scholz, Annegret Milbrecht, Sevda Kibar, Christian Völckers, Tina Grüning, Angela Kraus-Gerber und Tim Wilcke (Titelseite von links oben nach rechts unten). 

Eingefangen wurden sie in einem Kurzfilm, der von der STADE Marketing und Tourismus GmbH (SMTG) produziert und durch die rührenden und motivierenden Antworten der Protagonisten zu einer Art Liebeserklärung an die Stadt wurde. Gefragt wurde darin,  wie hält man persönlich den Lockdown durch und worauf kann man sich freuen, wenn diese Phase vorüber ist? Welche Ratschläge gibt es, um die Zeit bis dahin zu überbrücken? Wie halten die Stader zusammen? 

Der Film zeigt beeindruckend, auf welche unterschiedliche Weise Stader sich motivieren, das Hier und Jetzt trotz aller Widrigkeiten annehmen und sich  bewusst vor Augen führen, und was man alles machen möchte, wenn die Normalität zurück ist

Dr. Andreas Schäfer, Geschäftsführer der SMTG.   

Tshienda Balenga ist zu normalen Zeiten für Veranstaltungen bei der SMTG zuständig. Sie hat die Aufgabe übernommen, die Filmidee, die aus dem Team der Stadtmarketinggesellschaft kam, zusammen mit dem Hamburger Filmemacher Tobias Sundermann, umzusetzen: „Die Einstellung aller Befragten hat mich persönlich sehr ergriffen und beeindruckt. Es war ein tolles Projekt und ich freue mich über das wunderbare Ergebnis.“

Zum Teil kreativ und zugleich authentisch, zum Teil norddeutsch trocken und bodenständig, sind die spontan gegebenen Antworten der Befragten ausgefallen. „Ich nehme mir immer einen kleinen Optimismus-Kredit von der Zukunft“, erklärt beispielsweise Annegret Milbrecht ihre Motivation. „Man muss eben am Ball bleiben, wenn man von dem überzeugt ist, was man macht“, ist die Devise von Angela Kraus-Gerber von Modegeschäft „Die Villa“ in der Altstadt. Ganz pragmatisch dagegen die Ansicht von Swen Fahrenkrug vom städtischen Bauhof (KBS): „Da kann man auch mal Sachen erledigen, die man schon lange liegen lassen hat.“

Fürs Durchhalten hilft häufig der Gedanke daran, worauf man sich am meisten freut, wenn der Lockdown vorbei ist: „Auf meine Stammgäste“, so die spontane Antwort von Angela Scholz, der Chefin von der Bierkneipe „Fuerkiek“ am Wasser West, „die ich sehr, sehr vermisse“. „Auf ein paar schöne Bier mit Freunden“ freut sich auch Christian Völckers, Kalkulator bei der Firma Phal-König. „Am Ball bleiben und positiv aufstehen“ rät Sevda Kibar vom HairCafé Pera und Tim Wilcke (Frisörladen „Babutz“) empfiehlt, das schöne Wetter zu nutzen und raus zu gehen. Dass es allen hilft, wenn man zusammenhält, davon sind alle Befragten überzeugt. Die Aussage „Wir Stader sind schon sehr, sehr eng untereinander verkuppelt“, von Michelle Neugebauer (shell’s conceptstore) steht somit auch am Schluss des Films und ist gleichzeitig ein Fingerzeig, dass man am ehesten durch gemeinsames Handeln gestärkt aus der Krise heraus kommt. 

Schöne Beispiele fürs Zueinanderhalten, hat es dafür in den letzten Monaten zuhauf in Stade gegeben. Sei es die Entwicklung der Gutscheinplattform „Corofund“ im Internet durch einen Jugendlichen gleich in den Anfangszeit des ersten Lockdowns, die kurzfristige Bereitstellung einer Fläche für Wohnmobilisten seitens des Fördervereins der Festung Grauerort kurze Zeit später oder des Festivalgeländes für die Sommer-Events im Lichtspielgarten durch die Kreissparkasse. Das Zeit-für-Freunde-Angebots der Stader Hotellerie für Gäste der Stader, das gemeinsamen Schmückens der Tannenbäume in der Innenstadt zur Weihnachtszeit durch Stader Vereine, Gruppen und Familien, den kostenlosen Lieferservice von „Stade aktuell“ für die Einzelhandelsgeschäfte während des zweiten Lockdowns, die kostenfreie Bereitstellung von Bauzäunen seitens der Fa. Lindemann am Stader Bahnhof für Innenstadtwerbung oder des Velero-Cafés am Stadthafen als Streaming-Bühne für heimische Bands sind weitere solcher Beispiele.