Das Dessert des Sommers – 25 Ausgaben Holk zwischen Klassik und Gänsehaut

Das Dessert des Sommers:

Das Dessert des Sommers – 25 Ausgaben Holk zwischen Klassik und Gänsehaut

25 Ausgaben Holk – das ist ein Vierteljahrhundert. Fühlt sich das nach Routine an oder bleibt es auch nach all den Jahren aufregend hinter den Kulissen? Routine ist beim Holk ein Fremdwort. Klar, die ...

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25 Ausgaben Holk zwischen Klassik und Gänsehaut Oder: Wie plant man 16 Events in 4 Wochen, während alle anderen im Urlaub sind?

25 Ausgaben Holk – das ist ein Vierteljahrhundert. Fühlt sich das nach Routine an oder bleibt es auch nach all den Jahren aufregend hinter den Kulissen? Routine ist beim Holk ein Fremdwort. Klar, die 25 ist eine stolze Zahl, besonders, wenn man bedenkt, wie klassisch es 2001 unter der künstlerischen Leitung von Volker Schmidt-Gertenbach gestartet ist. Aber heute ist das Festival wie ein Teenager, der erwachsen geworden ist: Wir wissen, wo wir herkommen, haben aber keine Angst mehr, Jazz, Kabarett und Raumfahrt-Shows in einen Topf zu werfen. Das Kribbeln bleibt – jedes Mal, wenn wir eine neue Location wie den Alten Schlachthof oder die Buchhandlung Schaumburg dazu nehmen.

Und trotzdem bleibt der Anspruch? Unbedingt. Vielfalt heißt ja nicht Beliebigkeit. Uns geht es darum, unterschiedliche Zugänge zu ermöglichen, ohne die Qualität aus den Augen zu verlieren. Im besten Fall entdeckt jemand bei uns etwas, das er oder sie sonst nie besucht hätte.

Das Programm könnte man auch fast als sportliche Disziplin verstehen: 16 Veranstaltungen in vier Wochen – wie geht das überhaupt? Mit einer Mischung aus langfristiger Planung und kurzfristiger Improvisationskunst. Viele glauben, wir beginnen im Frühjahr – tatsächlich denken wir schon im Sommer des Vorjahres über die ersten Veranstaltungen nach. Zu Beginn des Jahres verdichtet sich alles: Künstlerverfügbarkeiten, Locations, Sponsorenzusagen. Im Juni und Juli erfolgen dann die konkreten Veranstaltungs­vorbereitungen.

Während die Stadt in der Sommerhitze döst, herrscht bei euch also Hochbetrieb. Warum startet das Festival ausgerechnet Ende August? Antwort: Weil wir das „Dessert des Sommers“ servieren wollen. Wenn die Menschen aus dem Urlaub zurückkommen, ist der erste große Hunger nach Sonne und Erholung gestillt, aber man ist noch nicht bereit für den grauen Alltag. Wir nutzen diese besondere Stimmung. Das Festival ist die Verlängerung des Urlaubsgefühles – man kann noch einmal aus dem vollen schöpfen und gönnt sich die Kirsche auf der Sahne, bevor der Herbst ernst macht.

Wenn ich nur Budget für ein einziges Ticket habe: Wo muss ich diesen Sommer unbedingt hin? Das ist die schwierigste Frage von allen! Aber wenn Sie mich zwingen, eine Wahl zu treffen: Setzen Sie alles auf die Karte „Überraschung“. Ich liebe es, wenn das Publikum mit einer festen Erwartung kommt und mit einem völlig neuen Gefühl nach Hause geht.

In diesem Jahr ist Jasmin Tabatabai so ein Fall. Viele haben noch das Bild der Rockröhre aus dem Film „Bandits“ im Kopf. Aber was sie gemeinsam mit dem David Klein Quartett macht – wie sie zum Beispiel Lieder von Reinhard Mey interpretiert – das ist pure Gänsehaut und musikalisch überraschend aufregend.

Wer es lieber visuell mag, dem lege ich „Paper Moon“ ans Herz. Das ist kein normales Konzert, sondern ein Live-Erlebnis: Während ein Ensemble spielt, zeichnet Robert Nippoldt live die Geschichte der Raumfahrt mit. Das ist genau das „Dessert“, von dem ich sprach – etwas, das man so vorher noch nie probiert hat und das garantiert im Gedächtnis bleibt.

Butter bei die Fische: Welches Event ist für wen? Wer Tränen lachen will, geht zu Ella Carina Werner. Wer sich lieber in fremde Welten träumen möchte, kauft sich ein Ticket für Ronja Maltzahn. Und wer ein souliges Musikfest der Extraklasse erleben möchte, ist bei Rüdiger Baldaufs Trumpet Night feat. Max Mutzke genau richtig. Das ist die beste Therapie gegen den kommenden Herbst-Blues.

LUST AUF EINEN NACHSCHLAG?

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