Energieberatungen im Landkreis Stade – neutral, individuell und kostenfrei
Steigende Energiepreise, der Klimawandel und der verantwortungsvolle Umgang mit begrenzten Ressourcen rücken das Thema Energieeffizienz immer stärker in den Fokus. Wer im eigenen Haus Energie spart, leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern kann auch die laufenden Kosten dauerhaft reduzieren.
Gerade für Hauseigentümer stellt sich daher zunehmend die Frage, welche Maßnahmen sinnvoll, wirksam und wirtschaftlich umsetzbar sind.
Wo lässt sich konkret ansetzen? Welche Sanierungsschritte bringen wirklich etwas – und in welcher Reihenfolge? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Vor-Ort-Energieberatungen der Klimawerkstatt im Landkreis Stade e. V., die in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen angeboten wird.
Das Beratungsangebot richtet sich gezielt an Eigentümer von Wohngebäuden im Landkreis Stade. Die Beratungen sind Teil der Energieberatung der Verbraucherzentrale und werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Den verbleibenden Eigenanteil der Kosten übernimmt die Klimawerkstatt Stade, sodass die Vor-Ort-Beratungen für alle Ratsuchenden im Landkreis Stade kostenfrei sind.

Ein kostenfreies Angebot ist die Beratung rund um die Energieeffizienz des Gebäudes.
Im Mittelpunkt der Beratung steht zunächst eine Bestandsaufnahme. Gemeinsam mit einem regionalen, erfahrenen Energieberater der Verbraucherzentrale wird der energetische Zustand des Hauses analysiert. Darauf aufbauend erhalten die Eigentümer individuelle Tipps und Empfehlungen, wie sich Energie einsparen lässt – von einfachen Anpassungen von Verbrauchsgewohnheiten und Heizverhalten oder bei den Einstellungen der Anlagentechnik bis hin zu umfassenderen Sanierungsmaßnahmen. Dabei werden stets die baulichen Gegebenheiten und Besonderheiten des Hauses als auch wirtschaftliche Aspekte sowie Fördermöglichkeiten berücksichtigt.
Weiterhin wird eine spezielle Vor-Ort-Beratung zum Heizungstausch angeboten. Angesichts neuer gesetzlicher Vorgaben besteht hier bei vielen Eigentümerinnen und Eigentümern große Unsicherheit. Der Energieberater prüft die vorhandene Heiztechnik, klärt die Rahmenbedingungen vor Ort und bespricht persönliche Präferenzen. Vorhandene Energieanschlüsse, Platzverhältnisse und Möglichkeiten zur Brennstofflagerung fließen ebenso in die Bewertung ein wie auch Investitionskosten, laufende Betriebskosten und aktuelle Fördermöglichkeiten.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf dem Thema Wärmepumpe. Ein weit verbreitetes Vorurteil können die Berater klar entkräften: Eine Fußbodenheizung ist keine zwingende Voraussetzung. „Auch viele Bestandsgebäude ohne Fußbodenheizung eignen sich für den Einsatz einer Wärmepumpe – oft mehr, als Eigentümer vermuten“, sind sich die im Landkreis Stade tätigen Energieberater einig. In der Beratung wird der Gebäudezustand ganzheitlich betrachtet, um einschätzen zu können, ob und welche ergänzenden Dämmmaßnahmen sinnvoll und wirtschaftlich sind, um das Haus zukunftsfähig aufzustellen und fit für den Einbau einer neuen Heizungsanlage mit Wärmepumpentechnik zu machen.
Wenn auch Sie Interesse an einer Vor-Ort-Beratung zu den beiden hier vorgestellten Schwerpunktthemen „Gebäude-Energieeffizienz“ oder „Beratung rund ums Thema Heizung“ haben, melden Sie sich einfach über den QR-Code im Info-Feld online an.
Effizient heizen und lüften – so funktioniert’s
Gerade in der kalten Jahreszeit wünschen wir uns in den eigenen vier Wänden ein behagliches Raumklima. Wenn es draußen ungemütlich ist, soll es drinnen angenehm warm sein. Gleichzeitig denken viele dabei jedoch an die gestiegenen Energiepreise. Sie sind – neben dem Wunsch nach einem umweltbewussteren Lebensstil – nach wie vor ein zentraler Antrieb, das eigene Heiz- und Lüftungsverhalten zu überdenken und Energie einzusparen.
Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich bereits viel erreichen. Wichtig ist zunächst, die Raumtemperaturen an die jeweilige Nutzung anzupassen. So empfiehlt das Umweltbundesamt beispielsweise etwa 17 Grad Celsius im Schlafzimmer, rund 18 Grad in der Küche und circa 20 Grad in Wohnräumen. In der Nacht oder bei längerer Abwesenheit kann die Temperatur zusätzlich abgesenkt werden. Auch in wenig genutzten Räumen sollte die Temperatur jedoch nicht dauerhaft unter etwa 16 Grad Celsius liegen, hier könnte sich sonst Feuchtigkeit an den Wänden absetzen und dies zu Schimmelbildung führen.
Ebenso entscheidend ist das richtige Lüften. Mehrmals täglich sollten die Fenster für etwa fünf bis zehn Minuten vollständig geöffnet werden, um einen schnellen Luftaustausch zu ermöglichen. Durch das sogenannte Stoß- oder Querlüften wird verbrauchte Luft rasch durch frische ersetzt, ohne dass Wände und Möbel stark auskühlen. Sobald die Fenster wieder geschlossen sind, muss die Heizung lediglich die neue Raumluft erwärmen – das spart Zeit und Energie. Gerade im Winter sollte auf dauerhaft gekippte Fenster verzichtet werden: Der Luftaustausch ist dabei gering, gleichzeitig geht viel Heizwärme verloren und das Risiko für Schimmelbildung steigt.
Damit die Wärme optimal im Raum verteilt werden kann, sollten Heizkörper nicht verdeckt sein. Möbel, lange Vorhänge oder Verkleidungen behindern die Luftzirkulation und können den Heizenergieverbrauch um bis zu 20 Prozent erhöhen.
Zusätzlich empfiehlt es sich, die Heizungsanlage zu Beginn der Heizsaison überprüfen zu lassen. Eine fachgerechte Wartung stellt sicher, dass die Regelung korrekt eingestellt ist und sich keine Luft in den Heizkörpern oder Rohrleitungen befindet – wichtige Voraussetzungen für einen effizienten und störungsfreien Betrieb.
Infoabende rund ums Heizen 2026
Die Klimawerkstatt bietet in Kooperation mit der Leitstelle Klima vom Landkreis Stade sowie einigen Kommunen eine Veranstaltungsreihe rund ums Thema Heizen an. An sieben Abenden im Zeitraum Mitte Februar bis Mitte März wird es Vorträge von Energieberatern zur Optimierung von Bestandsheizungen und zum Heizen mit Erneuerbaren Energien sowie aktuellen Infos zur Förderung des Bundes geben. Die Kommunen werden jeweils kurz ihren Sachstand zur Wärmeplanung oder daraus folgenden Maßnahmen vorstellen. Abschließend wird auch der ab 2026 eingeführte Klimafonds des Landkreises Stade vorgestellt, mit dem sich die Bürger und Bürgerinnen des Landkreises die Heizungsoptimierung fördern lassen können.
Nach den Vorträgen werden die jeweiligen Ansprechpartner noch an Infoständen für Rückfragen und persönlichen Austausch zur Verfügung stehen.
Die Veranstaltungen sind für alle Teilnehmer kostenfrei.
Aufgrund begrenzter und unterschiedlicher Platzanzahl in den einzelnen Räumlichkeiten ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich.
Weitere Infos sowie
das Onlineformular
finden Sie hier
Klimawerkstatt im Landkreis Stade e.V.,
Hansestr. 18
21682 Stade
https://klimawerkstatt-stade.de/infoabend-rund-ums-heizen-2026
