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Jeanne Mammen, o.T. (Selbstbildnis), o.D. (um 1926), Jeanne-Mammen-Stiftung im Stadtmuseum Berlin, Foto: Mathias Schormann © VG Bild-Kunst, Bonn 2020 (Ausschnitt)

Kunsthaus Stade | verlängert bis 30.8.2020

Jeanne Mammen. Alles zu ihrer Zeit.

Schillernde Bühnenstars, das illustre Nachtleben, aber auch die Menschen am Rande der Gesellschaft in den legendären 1920er-Jahren in Berlin werden von ihr festgehalten. Als scharfsinnige Beobachterin stellt Jeanne Mammen (1890–1976) die Welt, die sie umgibt, in ihren Werken dar.

Sie ist eine gefragte Illustratorin für Kurzgeschichten, zeichnet für Modezeitschriften oder die Kinowerbung. Mit dem NS-Regime endet diese Karriere. Die politischen und gesellschaftlichen Katastrophen bis 1945 und die Nachkriegszeit hinterlassen Spuren in ihrem Leben und in ihrem Werk, Mammen entwickelt ihre stilistische und motivische Bandbreite jedoch konsequent weiter, und so spiegelt ihr Œuvre die sich wandelnden Zeiten des 20. Jahrhunderts.

Ausstellung

In Paris aufgewachsen und als Künstlerin in Berlin lebend, stellt besonders die Hafenstadt Hamburg einen Sehnsuchtsort für Mammen dar. Mammen ist häufig zu Besuch in der Stadt und hält ihre Eindrücke in zahlreichen Zeichnungen und Gemälden fest. In der Ausstellung sind Mammens Bezüge zu Hamburg eine Etage gewidmet. Hierzu gehört auch das 1937 von ihr verfasste und teilweise bebilderte Drehbuch mit dem Titel „Schreib mir, Emmy!“, in dem ein Hafen als Ort von Abschied und Hoffnung auf Wiederkehr eine Hauptrolle spielt. Studierende der Hochschule für Künste Bremen haben es im Sommersemester 2017 erstmals filmisch umgesetzt und in animierten Episoden realisiert. Der Kurzfilm ist in der Ausstellung zu sehen, ebenso wie zahlreiche Zeichnungen, Gemälde und Dokumente aus über 60 Jahren Schaffenszeit.

Zur Ausstellung ist eine Katalogbroschüre erschienen mit Texten von Dr. Annelie Lütgens, Berlinische Galerie, Dr. Martina Weinland, Stiftung Stadtmuseum Berlin, und Regina Wetjen, Museen Stade. Video-Clips zur Ausstellung sind hier zu finden.

Mehr Informationen auf www.museen-stade.de