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Wege in den Himmel – Pilgerspuren im Norden

3. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021 / Schwedenspeicher Stade

Es ist über 35 Jahre her, seitdem sich eine große deutsche Ausstellung dem Pilgern im Mittelalter gewidmet hat. Erstmals wurde jetzt im Rahmen eines umfassenden Forschungsprojekts der Museen Stade und Lüneburg das spätmittelalterliche Pilgerwesen in Norddeutschland untersucht. Durch die Reformation, die der Heiligenverehrung ein jähes Ende setzte, blieb Norddeutschland für Jahrhunderte ein weißer Fleck auf der Karte der Pilgerwege, dabei gab es dort im Mittelalter sehr viele bedeutende Wallfahrtsorte. 

Die beiden Ausstellungen in Stade und Lüneburg nehmen das Publikum mit zu den Ursprüngen des Pilgerns und machen deutlich, wie komplex die Vorstellungswelt vor über 500 Jahren war. Während Pilgerreisen heute oft ein mehr oder minder spirituelles Erlebnis oder einfach ein Synonym für entschleunigte Wanderungen sind, waren sie früher essentiell für den Sündenablass und zur Erlangung des Seelenheils.