fbpx

© Motiv Meltem Balkaya

Audio-Walk „Aliens in Stade“

Leicht nachzuweisende Zeugnisse vormaliger und heutiger Besuche Außerirdischer in der Hansestadt

Dem Förderkreis im Stadeum zur Förderung von Kunst und Kultur e.V. ist es in Zusammenarbeit mit dem Stadeum gelungen, vier herausragende Künstler für ein einmaliges Projekt zu verpflichten. Der Schauspieler und Musiker Rainer Piwek, der renommierte Kirchenmusiker und Orgelexperte Prof. Martin Böcker, der Hamburger Musiker Lothar Müller und die Schauspielerin Franziska Hentschel haben das Corona-kompatible Projekt, den Audio-Walk „Aliens in Stade – Leicht nachzuweisende Zeugnisse vormaliger und heutiger Besuche Außerirdischer in der Hansestadt“, entwickelt.

In Zeiten von Corona müssen sich Kulturschaffende und Kulturanbieter besondere Formate ausdenken, um mit dem Publikum in Kontakt zu bleiben. „Nachdem klar war, dass es mit dem Programm erstmal nicht weitergehen wird, haben wir recht schnell an das Format eines Audio-Walks gedacht, da es sich um ein künstlerisch zeitgenössisches Kunstformat handelt, welches einzeln konsumiert werden kann, weil es vom Konsumenten Phantasie abverlangt und weil die alltägliche Umgebung noch einmal in einem anderen Kontext – der über die Kopfhörer kommt – ganz anders wahrgenommen werden kann. Das fanden wir zum einen machbar, aber auch spannend“, so Silvia Stolz, die Geschäftsführerin des Stadeum.

Was ist ein Audio-Walk? Ein Audio-Walk ist mehr als eine Schnitzeljagd und spannender als ein Hörspiel: Er ist ein unterhaltsamer, spannender Spaziergang, verbunden mit einer mit Geräuschen und Musik unterlegten Geschichte. Was wird benötigt: Smartphone/Kopfhörer. Bei einem Audio-Walk „hört“ jeder die Welt mit anderen Augen… Die Teilnehmer*innen werden akustisch geführt und dürfen auf dem Spaziergang viel Bekanntes, auch einiges nicht Augenfälliges, im „Alien-Licht“ betrachten. Spazierend wird die Stadt so zu–gänglich; das Übersehene und Überhörte wird im Gehen erfahrbar. Die Überschrift bietet zudem die Möglichkeit, seriöse Recherche und Blödsinn zu verbinden, einen Auszug aus Gelehrsamkeit und Clownerie anzusetzen.

Das Konzept und die Texte zu dem rund einstündigen akustischen Stadtspaziergang stammen von dem aus Fernsehproduktionen wie „Der Lehrer“ und „Tatort“ bekannten Schauspieler und Musiker Rainer Piwek, der den Organisten und Orgelprofessor Martin Böcker und den Jazzgitarristen Lothar Müller ins Boot geholt hat, um die mysteriöse Klangkulisse für den Alien-Spaziergang zu improvisieren. Die Texte wurden von Rainer Piwek selbst und der Berliner Schauspielerin und Regisseurin Franziska Hentschel eingesprochen.

Zur Illustration des Audio-Walks gibt Rainer Piwek ein Beispiel: „Leicht auszumachen neben der Fischbrötchenbude am Hafen (Öffnungszeiten ungefähr täglich 11.00-18.00 Uhr, an gelingenden Sommerabenden länger), die im Kopfsteinpflaster zurückgelassenen Eisenschienen, von denen hier nur die rechte für uns von Interesse sein kann. Die linke ist ein Fake, bestimmt zur Verschleierung von Realitäten, eine zu allen Zeiten übliche Methode. Betrachten Sie also nur die rechte Schiene und die andere lassen Sie sprichwörtlich, wo sie ja schon liegt… In der Konzentration auf die rechte Spur können Sie nun sehr leicht die ehemalige Abschussrampe nachempfinden, auf welcher die kakerlakenangetriebenen Expressfähren ihre Überfahrt zum Nordstern antraten (hier jagt in dem bekannten Hollywoodstreifen „Men in Black“ eine 52 Meter messende Kakerlakenkönigin dem Stern des Orion nach).“


Wer jetzt neugierig geworden ist, der kann sich unter www.stadeum.de für 5 Euro eine Eintrittskarte für den Audio-Walk kaufen. Diese enthält die Zugangsdaten zum Herunterladen des Rundgangs. Der Audio-Walk beginnt und endet am Stadeum. Dort stehen bei Bedarf Kopfhörer zum Erwerb bereit und das Personal an der Kasse gibt gerne technische Hilfestellung.