Fee Badenius © Sophie Löhlein

20 Jahre Holk Kulturfestival 2021:

Comedy to go: Die Acts wechseln – das Publikum bleibt!

Das Format hat letztes Jahr erfolgreich Premiere gefeiert und wird am 24. September 2021 im Rahmen des Holk Kulturfestivals in die zweite Runde gehen. Während das Publikum sich für eine Location entscheidet, wechseln die drei Acts des Abends nach ihren Auftritten die Bühne. Wieder dabei sind neben dem STADEUM, der Irish Pub Fiddler’s Green am Pferdemarkt und Bäcker Schrader in der Hansestraße. Das STADEUM hat sich für diese Ausgabe „Frauenpower“ auf die Fahnen geschrieben. Auf der Bühne stehen ausschließlich weibliche Comediennes: 

Fee Badenius

wandelt zwischen den Welten, sowohl musikalisch, als auch textlich. Ihre Lieder pendeln zwischen Zartheit und Stärke, haben immer Bodenhaftung und intelligenten, hintersinnigen Witz. Die Singer-Songwriterin singt über Motivationshosen und Bauchgefühl, FleischEssLust und gelben Sprechkäse. Sie tritt in TV-Formaten wie NUHR ab 18, Nightwash und Ladies Night auf und ist Preisträgerin zahlreicher Kleinkunstpreise, u.a. der Meißner Drossel und des Bonndorfer Löwen.

Victoria Helene Bergemann

kurz „VHB“, steht seit Ende 2010 vor allem auf Poetry Slam-Bühnen. VHBs Texte erzählen von Alltäglichkeiten wie Pupsen im Parkhaus und von Nacktschnecken, die sich die Mietpreise in Hamburg nicht leisten können. Sie war Siegerin und Finalistin verschiedener Landesmeisterschaften, Vizemeisterin im deutschsprachigen U20-Poetry Slam, und mehrfache Halbfinalistin der deutschsprachigen Meisterschaften. 

Shari Litt

ist das Riot Grrrl der deutschen Comedy-Landschaft. Ohne Rücksicht auf Erwartungen bringt sie ordentlich Anarchie in ihren obligatorischen Anzug und nimmt der Ukulele ihre Unschuld. Ihr scharfer Sinn für Ironie, jenseits von Klischee und Zote, hat sie zu einer der gefragtesten Newcomerinnen der deutschen Stand-Up-Szene gemacht. Wenn das gesprochene Wort nicht ausreicht, greift sie zur Ukulele und hämmert mit ihren Songs die absurdesten Ohrwürmer in die Gehörgänge des Publikums: Da wird der Weltuntergang gefeiert oder der weitaus ältere Liebhaber gehuldigt – oder etwa doch nicht? 

Shari Litt © Zander

Auf die Frage, wann sie wusste, dass sie Comedienne werden wollte, antwortet sie: „Ich möchte es gar nicht. Ich wollte mir nur zeigen, dass ich es kann, wenn ich es wollen würde. Der typische innere Monolog: „Ich könnte das auch und zwar viel besser!“, „Ja, dann mach es doch!“, „Ja, mach ich auch!“ (ein Auftritt später) „Tja, du kannst es wohl doch nicht.“, „Pfff, natürlich! Ich müsste nur ein bisschen lernen.“, „Ja, dann mach es doch.“, „Ja, mach ich auch!“ usw usf. Und jetzt steck ich zu tief drin und meine innere Stimme provoziert mich immer weiter in die Scheiße.“ 

Und was hat es mit dem Anzug auf sich? „Faulheit, Eitelkeit und eiskaltes Kalkül. Ich hatte keine Lust, mir vor jedem Auftritt Gedanken um mein Outfit zu machen. Also habe ich mich für ein Ensemble entschieden, das ich gerne trage, aber nicht jeden Tag tragen kann, weil es ein bisschen zu viel des Guten für den Einkauf beim Aldi ist. Außerdem: Sollte ich jemals auf der Bühne einen unglücklichen Witz machen, kann ich mich damit rausreden, dass die Person im Anzug natürlich eine Kunstfigur ist, die nicht meine private Meinung vertritt. Die Satire-Verteidigung! Diese Fragen werden im Übrigen auch von der Person im Anzug beantwortet.“

Die Veranstaltung wird nach den aktuellsten Hygienevorschriften unter Einhaltung der Abstandsregeln durchgeführt. Die Teilnahme ist nach derzeitigem Stand ohne negativen Testnachweis möglich.