Unsere HEP-Auszubildenden Nina Endreß und Niklas Irmisch im Interview. Sie werben für ihren Beruf! © Fotos: DRK: Birgit Müllenders-Heinrich

Wer kennt diesen tollen Beruf?

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Heilerziehungspflege – mehr als Spielen und Nase putzen 

Der Fachkräftemangel in der Pflege und in Kitas ist aktuell und immer wieder Thema in Politik und Medien. Dabei gibt es einen Beruf, der diesen Mangel lindern kann und dies bereits tut. Heilerziehungspfleger und -pflegerinnen arbeiten und bewirken viel in unterschiedlichsten Bereichen.

Heilerziehungspfleger und -pflegerinnen leisten einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel und stehen für Abwechslung, Vielfalt  und Fachlichkeit. Für Antje Otto, Lehrerin an der Fachschule Heilerziehungspflege der BBS III Stade, steht der Beruf für verantwortliche und vielseitige Arbeitsbereiche. „Der Beruf des*der Heilerziehungspflegers*in ist abwechslungsreich und vielfältig. In kaum einem anderen Beruf kann mit so unterschiedlichen Personengruppen gearbeitet werden. Heilerziehungspfleger*innen sind darauf spezialisiert, Menschen mit Unterstützungsbedarf in unterschiedlichen Bereichen zu begleiten und zu fördern. In Kindertagesstätten beispielsweise, die ja mittlerweile alle inklusiv arbeiten, sind Heilerziehungspfleger*innen die Fachkräfte für Kinder mit Unterstützungsbedarf.“

Die Erfahrung macht auch Nina Endreß, Auszubildende im zweiten Lehrjahr in den Schwinge Werkstätten. „Kein Tag ist wie der andere. Von der Vorbereitung von Arbeitsabläufen über kreative Anleitung bis hin zu Unterstützungen im pflegerischen Bereich. Es wird nie langweilig.“

Die Einsatzgebiete sind genauso vielfältig wie die Personen, mit denen Heilerziehungspfleger*innen arbeiten: Kinder in heilpädagogischen Gruppen oder inklusiven Kitas, oder auch individuelle Lernbegleitung in Schulen oder Tagesbildungsstätten.

Auch mit erwachsenen Personen, z. B. in Wohnheimen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung oder auch in Einrichtungen der Suchthilfe, psychiatrischen Einrichtungen und in Altenbegegnungsstätten und Seniorenwohnheimen, sind Heilerziehungspfleger*innen tätig.

In den Schwinge Werkstätten haben in den vergangenen Jahren mehrere Dutzend Schülerinnen und Schüler ihre praktische Ausbildung absolviert. Aktuell sind 16 Auszubildende im Betrieb tätig.

Besonders die gewachsene, belastbare und vertrauensvolle Kooperation mit dem DRK-Kreisverband in Stade stellt die Qualität der Ausbildung im praktischen Bereich sicher. 

„Die Ausbildung hat einen hohen Stellenwert bei uns“, erklären auch die Ausbildungsbeauftragten der Schwinge Werkstätten und der Wohneinrichtungen, Annette Hagenah und Melanie Wohlert. „Die jungen Leute bringen viel Engagement, Kreativität und frische Sichtweisen mit. Darauf wollen wir nicht verzichten. Deshalb unterstützen wir die Auszubildenden auch z.B. bei Bedarf mit ausbildungsbegleitenden Hilfen sowie einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der BBS III.“

Um diesen Beruf weiter bekannt zu machen, finden im Frühjahr vielfältige -coronakonforme – Veranstaltungen statt, wie z.B. die Straße der Information in den Schwinge Werkstätten, um Interessierten anschaulich die Facetten des Berufes vorzustellen.

Wer die Fachschule Heilerziehungspflege besuchen möchte, benötigt einen erweiterten Realschulabschluss und hat erfolgreich die einjährige Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege, Schwerpunkt „Persönliche Assistenz“ besucht oder hat eine abgeschlossene Berufsausbildung oder hat eine Hochschulzugangsberechtigung plus mindestens 400 Stunden Praktikum im sozialen Bereich. 

Am Ende der dreijährigen Ausbildung zum*zur staatlich anerkannte*n Heilerziehungspfleger*in, in der jedes Jahr mindestens 500 Stunden im Betrieb zur praktischen Ausbildung verwendet werden, wird der Bachelor Professional in Sozialwesen verliehen. Damit sind Heilerziehungspfleger*innen in ihrem Abschluss den Erzieher*innen gleichgestellt.  Die erfolgreiche Ausbildung befähigt zum Studium an Fachhochschulen – einige Hochschulen erkennen die in dieser Fachschulausbildung erworbenen Credit Points an -, so dass ein Studium im sozialen Bereich verkürzt werden kann. 

Für Interessierte: 

Wer zum Schuljahr 2021/22 (oder später) eine Ausbildung zum*zur Heilerziehungspfleger*in beginnen oder zunächst die einjährige Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt „Persönliche Assistenz“ besuchen möchte, findet bei der BBS III in Stade persönliche Ansprechpartner*innen unter Tel. 04141 492 300 oder 492343 und kann sich auch unter www.bbs3stade.de informieren. Die DRK-Kreisverband Stade gGmbH als ein Ausbildungsbetrieb ist zu erreichen unter Telefon: 04141 8033-0, E-Mail: b.muellenders-heinrich@kv-stade.drk.de.